31.08.2019

Ein Naturgarten entsteht

Gartenfreunde Heinrich Gratzke, Daniel Landers, Man Hetemi und Bolek Rusin.Um eine nicht genutzte Fläche von ca. 200m² in unserer Kleingartenanlage  „Am Abzweig Harpen“ wiederzubeleben, hatten vier Gartenfreunde die Idee dort einen Naturgarten anzulegen.

Für die Verwirklichung dieses Plans war eine Menge Vorarbeit zu leisten. Im Juli 2018 begannen sie zunächst damit, Wildsträucher und anderes Gehölz zu entfernen und nebenbei wurde auch ein alter Apfelbaum wieder zurechtgeschnitten. Dann musste die gesamte Fläche gerodet und von Wurzeln befreit werden. Für diese schweren Arbeiten wurde ein Minibagger ausgeliehen. Damit wurden allerhand Wurzeln, Unrat und Schutt ausgegraben und danach ordnungsgemäß entsorgt. Nur ein paar Natursträucher blieben stehen, um das natürliche Bild der Umgebung beizubehalten. Nach dem Einebnen des Bodens, war die Fläche gut vorbereitet zur Neubepflanzung.

Zeitgleich wurde ein Grube für eine Teichschale ausgehoben um ein Biotop anzulegen. Um den neuen Garten zukünftig sauber zu halten wurde ein Kompost für den Naturgarten gebaut. Zur Bewässerung des Garten dient ein 1000 Liter Tank mit einem Regenabfangbecken. Diese Installation war notwendig, weil derTeil in dem sich die Neuanlage des Naturgartens befindet über keinen Wasseranschluss verfügt. Schließlich kreierten die Gartenfreunde aus den Resten eines Gitterzauns einen Torbogen für den Eingang. Die Wege bekamen eine Einfassung mit Natursteinen und einen naturfreundlichen Belag aus Gehäckseltem.

Auch an das Wohl der Tierwelt wurde gedacht. In drei Ecken des Gartens errichtete man zu diesem Zweck Bereiche mit alten Baumstämmen und einem Haufen mit Ästen, ergänzt von einer Mauer aus Natursteinen. Zwei Igelhäuser, Vogelhäuser und ein Insektenhotel wurden neu aufgebaut.

Eine Sitzbank und ein Tisch aus Naturholz laden die Besucher des Naturgartens zum Verweilen ein. Da das Budget für das Projekt sehr klein war, erging an alle Gartenfreunde per Aushang die Bitte, für die Neubepflanzung Pflanzen, Steine und Stauden aller Art zu spenden. Der Aufruf hatte eine erfreulich große Resonanz. Das Interesse an dem neuen Naturgarten war mittlerweile so groß, dass sehr viele Gartenfreunde, aber auch Besucher der Gartenanlage fleißig gespendet haben.

Nach ca. einem Jahr Bauzeit und viel schweißtreibender Arbeit ist der Naturgarten nun fertiggestellt und leuchtet mit seiner Blumenpracht in vielen bunten Farben. Insekten und andere Tiere haben die kleine neue Welt sehr gut angenommen. Große und kleine Besucher der Anlage können interessante Beobachtungen machen und haben viel Freude an dem neuen Naturgarten. Die Arbeit hat sich also gelohnt.

Heinrich Gratzke und Rudolf Konietzny (Schriftführer)